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Oaxaca City – ein Juwel in Mexiko

von Reisepuzzle
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Wer an einen Urlaub in Mexiko denkt, dem kommt die Stadt Oaxaca nicht sofort in den Sinn. Warum eigentlich nicht? Schließlich hat das abwechslungsreiche, vielfältige und farbenprächtige Stadt den Reisenden wundervolle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Während unseres Stadtbummels erleben wir mit Oaxaca einen perfekten Ort für Tagesausflüge ins mexikanische Umland, eine ausgezeichnete Küche, ein spannendes Erbe der Zapoteken und vieles mehr.

Viele Besucher der auf 1.500 Metern, in den Bergen der Sierra Madre del Sur gelegenen Stadt Oaxaca bezeichnen die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates als schönste Stadt von ganz Mexiko. Ein gutes Beispiel ist da die Altstadt von Oaxaca. Denn dort treffen wir auf einen Stadtteil, der eine photogene Reliquie aus der kolonialen Vergangenheit darstellt und mit historischen Bauwerken nur so strotzt.

Schnell erkennen wir, warum die Stadt Oaxaca schon seit mehr als 30 Jahren auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht – wissentlich, dass hier das Volk der Zapoteken und sogar prähistorische Siedlungen existierten.

Als wir durch die im Jahr 1529 von den Spaniern gegründeten Stadt schlendern hat es uns überrascht, dass trotz der Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, farbenfrohen Häusern und kulinarischen Genüssen relativ wenige Touristen vor Ort sind. Vermutlich tummeln sie sich gerade in Mexico-City oder entdecken die Maya-Ausgrabungsstätte.

Mitten im Stadtzentrum befindet sich in einem traditionellen Stadthaus gelegen unsere Unterkunft für die nächsten Tage. Es ist das Hostal de la Noria, das nur wenige Minuten vom Zócalo – so wird in Mexiko der Hauptplatz genannt – entfernt liegt.

Nach einer kleine Erfrischungspause geht es auch schon wieder los, um die Kathedrale, Kirchen und Museen der Stadt zu besichtigen. Nächster Stop ist der Zócalo von Oaxaca.

Cafe con cultura am Zócalo

Am Zócalo angekommen erwartet uns ein von Straßenverkehr befreiter Platz mit Restaurants und Cafés. Schmiedeeisernen Bänken umkreisen eine mächtige Rundbühne. Unser Eindruck – es herrscht eine beschwingte und lebensfrohe Atmosphäre. Denn hier ist eine Anlaufstelle für gut gelaunte Menschen, die den Tag genießen, begleitet von flotter lateinamerikanischer Musik.

Wir lassen uns in ihren Bann ziehen und probieren sogleich einen Champurrado – eine berühmte regionale Spezialität – heiße schwarze Schokolade mit Wasser und Maismehl.

Sehenswürdigkeiten in Oaxaca in bunter Farbenpracht

Da die Hauptattraktionen der Stadt Oaxaca aufgrund ihrer Nähe zueinander gut zu Fuß zu bewältigen sind, entdecken wir in den nächsten Stunden die Kathedrale, die die Basilika von Nuestra Señora de la Soledad und die Iglesia de Santo Domingo de Guzman. Bei der Iglesia de Santo Domino de Guzman lohnt es sich auch das angrenzende Dominikanerkloster aus dem 16. Jahrhundert und den ethno-botanischen Garten zu besichtigen.

Das ehemaligen Kloster beherbergt das Museo Regional de las Culturas de Oaxaca mit historischen Trachten, Exponaten der Volkskunst und archäologischen Fundstücke aus dem Grab Nr.7 von Monte Alban. Zudem gibt es auch noch einen präkolumbischen Schatz aus Jade, Gold und Silber zu bestaunen sowie Brustplatten, Armbändern, Ketten und Masken, die zu einem der wertvollsten Grabfunde des amerikanischen Kontinents gehören.

Oaxaca mit bunter kulinarischer Vielfalt

Oaxaca Stadt ist als kulinarisches Mekka bekannt. Im Land, wo das gemütliche Essen die Regel ist, lassen wir uns die Gelegenheit nicht nehmen, die lokalen Leckerreinen auszuprobieren und gleichsam ins Herz zu schließen. Aber wo fangen wir am besten an. Es gibt einfach so viele, die wohl den Rahmen unserer Reiseberichts sprengen würden. Eines ist sicher – probiere mal von allem etwas und lass dich vom Geschmack überraschen:

Handmade-Schokolade, Mole (Sauce mit Chilis, Gewürzen, Nüssen und reine Schokolade, teilweise vorspanischen und teilweise kolonialen Ursprungs), die Chapulines (geröstete Grashüpfer), die beliebtesten Leckereien in Oaxaca, den in Fäden gezogenen und geschmolzen Oaxaca-Queso (Käse) der Region, die Huaraches (in Form einer Schuhsohle geformter Maisteig, gefüllt mit Gemüse, Fleisch, geriebenem Frischkäse wie auch Gewürzen). Hierzu passt am besten der aus der Umgebung von Oaxaca stammende Getränk – der Mezcal.

Ähnlich wie der in Europa bekannte Tequila aus Agaven. Allerdings bringt der Mezcal noch eine Überraschung mit, nämlich eine Mottenraupe ’Maguey-Wurm‘ in der Flasche. Na, schon gespannt?!

Sehenswürdigkeiten und Tagesausflüge rund um Oaxaca-Stadt

Monte Albán – Wohnort der Götter über den Wolken

Ausflüge rund um Oaxaca Stadt lohnen sich ungemein. So auch einen Trip zum Weißen Berg Monte Alban, der über Oaxaca majestätisch thront. Dort hoch oben nämlich baute vor mehr als 2.500 Jahren das präkolumbische Volk der Zapoteken ihre bedeutendste Kultstätte mit Tempeln, einem Observatorium, Palästen und Pyramiden.

Monte Albán ist so gut erhalten, dass wir uns das einstige Leben auf den Straßen, die Tempel-Zeremonien oder das Ballspiel leicht vorstellen können.

Wir lassen unserem Kopfkino freien Lauf und erkennen schnell, warum die Zapoteken sich dieses Plateau ausgesucht hatten. Sie konnten das Umland weit überschauen sowie die feindlichen Angriffe ausmachen und niederschlagen. Heute können wir von hier aus wunderschöne Fotos schießen. Auf dem Gebäude der Tänzer sind Steinplatten mit Reliefs, die bisher ältesten Schriftzeichen Mittelamerikas.

Du fragst Dich vielleicht, wie man von Oaxaca nach Monte Albán kommt? Im Grunde genommen ist es ganz einfach – mit dem Bus oder dem Taxi.

Die Busse fahren am Zócalo in Oaxaca zwischen 8:30 Uhr und 15:30 Uhr. Zurück von Monte Alban fährt der letzte Bus um 17:00 Uhr. Übrigens: An vielen Hotels kannst Du geführte Halbtags- oder Tages-Touren kaufen. Dann wirst Du direkt am Hotel abgeholt und zurückgebracht.

Bei den Tagestouren sind auch kleinere Besichtigungs-Schätzchen dabei:

Arrazola – ein Dorf bekannt für Holzschnitzereien, Teotitlan del Valle – das ’Dorf der Weber‘ beeindruckt mit den kunstvollen Textilien oder San Bartolo Coyotepec – Zentrum für begehrte schwarz-glänzende Töpferwaren, die nach wir vor in den unterirdisch betriebenen Öfen hergestellt werden.

Und sehr wichtig – robuste Wanderschuhe nicht vergessen!

Wir freuen uns riesig, noch ein paar Tage mehr in Oaxaca zu verbringen. Daher entscheiden wir uns für einen Ausflug in die alte Zapoteken-Kultstätte Mitla. Auf unserem Weg von Oaxaca nach Mitla begegnen uns indianisch geprägte Dörfer, kleine archäologische Ausgrabungsstätte und viel Natur.

Unser Reisetipp: Es bietet sich an, ein Taxicolectivo, sprich ein Sammeltaxi, zu nehmen. Denn die lokalen Busse direkt und ohne Zwischenstopp nach Mitla fahren und die geführten Touranbieter zeitlich nicht gerade flexibel sind.

Badesachen in den Tagesrucksack gepackt und schon geht unser nächster Tagesausflug los. Knapp zwölf Kilometer von Oaxaca entfernt liegt nämlich das Dörfchen Santa Maria del Tule. Das pittoresque Dorf zählt mit zu den ältesten und größten Ortschaften der Welt – allein die Montezuma-Zypresse ist 2.000 Jahre alt. ’Ahuehuete‘ – so wird das Bäumchen genannt, fasziniert mit einem Baumumfang von 50 Metern und bizarren Figuren aus verwachsenen Ästen.

In Mitra angekommen fallen uns die wunderschönen, präkolumbianischen Bauten mit ihren ansehnlichen Wandornamenten auf. Wir können einfach nicht genug bekommen und schauen uns beinahe jedes Detail an, wie etwa die geometrischen farbenfrohen Mosaiken.

Es ist einfach orgasmisch. Schließlich ist es faszinierend zu erfahren, dass die Mixteken bereits vor Jahrtausenden von Jahren so viele Muster kannten und diese heutzutage noch so gut erhalten sind. Und auch wenn wir uns tagelang mit der Erkundung der Straßen von Mitra beschäftigen könnten, ziehen wir weiter.

Nun machen wir uns auf den Weg zu Hierve el Aqua, das so viel wie ’sprudelndes Wasser‘ bedeutet. Zu unseren Füßen liegen zwei riesige versteinerte Wasserfälle, die über Tausende von Jahren geduldig von Natur durch Abtröpfeln von kohlensäurehaltigem Wasser Schicht für Schicht geformt worden sind. Das Grün der Gebirgszüge und das Rauschen des Windes runden das idyllische Bild ab. Freunde der Fotografie werden hier ihre wahre Freude haben.

Nachdem wir die Natur in vollen Zügen genossen haben, streifen wir rundum den Hierve el Aqua und gelangen irgendwann in eine Schlucht. Dort entdecken wir ein natürliches Wasserbecken, in dem wir baden gehen. Das Wasser im Becken des Hierve el Agua hat eine Temperatur von 24 Grad Celsius.

Es wird Zeit, unsere Rückfahrt nach Oaxaca anzutreten. Schließlich stehen uns noch 1 1/2 Stunden Fahrt bevor. Also wieder ab ins Taxicolectivo und zurück nach Oaxaca.

Die beste Reisezeit für Sehenswürdigkeiten in Oaxaca

Die wohl beste Reisezeit, um die mexikanische Stadt Oaxaca zu besuchen, ist Mitte bis Ende November. Die Stadt ist nicht überlaufen von Touristen und Du kannst dir alle Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe besichtigen. Voll wird es allerdings am 2. November (’Dia De Los Muertos‘ – Allerseelen), in der Woche vor Ostern (Semana Santa) sowie die letzten zwei Wochen in Juli zum Guelaguetza-Festival. Eine weitere Festlichkeit ist die ’Noche de los Rábanos‘ am 23. Dezember. Es ist die Nacht der Radieschen, bei der kunstreiche Figuren aus Rettichen herausgeschnitten werden.

Unser Fazit über die Sehenswürdigkeiten in Oaxaca

Oaxaca City hat unsere Herzen erobert. Wir können sagen, es ist Liebe auf den ersten Blick gewesen. Die Stadt erweist sich als ein kleines, kulturreiches und kolonial-angeauchtes Juwel. Da Oaxaca relativ klein ist, kannst Du dich theoretisch auch ohne Stadtplan nicht verlaufen. Dafür gibt es ein reichhaltiges, kulturelles Angebot, leckeres Essen, bunte Feste und gastfreundliche Menschen. Alles in allem, Oxaca ist eine Stadt, die ab sofort zu unseren Lieblingsorten auf der Welt gehört.

Warst Du schon einmal auf einer Oaxaca Reise? Wie hast Du die Stadt so erlebt? Ab in die Kommentare damit!

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