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Die feurige Stadt Lüttich in der Wallonie

von Reisepuzzle
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Die Stadt Lüttich an der Maas liegt in der Nähe zu Deutschland und ist bequem mit dem Zug zu erreichen. Beim Stadtrundgang zeigt sich, dass sie nicht zu groß, aber auch nicht zu klein ist für ein Wochenend-Urlaub. Wir zeigen dir, dass die alte Stahl- und Kohlestadt Besuchern weit mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vielleicht glauben mag – jede Menge Kultur und gutes Essen und auch erstklassige Shopping-Möglichkeiten. Unsere Lüttich-Tipps sollen dir helfen, das meiste aus deinem Kurztrip in die Wallonie herauszuholen und die Stadt Lüttich von ihrer besten Seite kennenzulernen.

Bei unserem Stadtrundgang erweist sich Lüttich (französisch Liège) als eine ruhige und gemütliche Stadt in der Wallonie – dem südlichen Teil des Königreichs Belgien. Sie überrascht durch alte und moderne Architektur, eindrucksvollen Kirchen, idyllischen Park- und Grünanlagen und einer ausgeprägten Vielfalt an Cafés, Restaurants und Bars. Was uns besonders fasziniert hat und uns noch lange in Erinnerung bleiben wird, ist die Altstadt von Lüttich. Zum einen präsentiert sich das Stadtbild atemberaubend schön restauriert und zum anderen morbide und charmant. Mit anderen Worten: Lüttich (Liège) begeistert.

Übrigens: Wenn du dich für eine Städtereise nach Lüttich entscheidest, solltest du mal einen Blick in unsere Packliste werfen:

  • Rollkoffer (leicht und kompakt) für einen kurzen City- und Kurztrip
  • Tagesrucksack (regenfest) für Proviant und Kamera & Co.
  • Sneaker – bequem und leicht
  • Regenjacke
  • Trinkflasche für unterwegs

Wo liegt Lüttich?

Auf Europa bezogen liegt die belgische Stadt Lüttich im Dreieck der drei Millionen-Metropolen London, Paris und Berlin, genauer gesagt mitten im Herzen von Europa. Beim näheren Hinsehen befindet sich Liège im französischsprachigen Süden von Belgien, in der Wallonie, direkt an den Ufern der Maas. Von der Kaiserstadt Aachen aus ist Lüttich gerade mal 20 Minuten mit dem Auto entfernt. Aber auch von Düsseldorf ist für eine Städtereise in die Wallonie nicht weit.

Wie kommt man nach Lüttich?

Im Prinzip ist der Zug die bequemste und schnellste Art, um nach Lüttich zu reisen, und zwar mit dem ICE oder Thalys. Bereits bei der Ankunft am Bahnhof Liège-Guillemins werden wir von einem imposanten Bauwerk aus Beton, Glas und Stahl des spanisch-schweizerischen Stararchitekten Santiago Calatrava auf das Positivste überrascht. In einer Höhe von 40 Metern erstreckt sich nämlich ein weißes Glasdach, das sich wie der Körper einer Frau lasziv eindrucksvoll über die Bahnsteige räkelt. Eisenbahnliebhaber und Architekturfreunde werden am Anblick der futuristischen Architektur ihre helle Freude haben.

Übrigens: Der TGV-Bahnhof Liège-Guillemins liegt etwas außerhalb der Innenstadt von Lüttich, sodass Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel oder ein Taxi nehmen müssen.

Was kann man in Lüttich machen?

Bevor wir uns aber ins Getümmel von Lüttich stürzen zieht es uns, wie in jeder anderen Stadt, die wir auf unseren Reisen bereisen, ins Touristenbüro. Das findest du übrigens im Maison du Tourisme du Pays de Liège, Quai de la Goffe 13.

Mit einem Stadtplan in unseren Händen starten wir unseren Stadtbummel durch die historische Altstadt rund um die Straßen Hors-Château und Féronstrée.

Das Grand Curtius Museum

Hinter der eindrucksvollen Fassade eines Renaisannce-Palastes befindet sich das Kunstmuseum Le Grand Curtius. Das Museum wurde im Jahr 2009 eingeweiht und beherbergt unter seinem Dach fünf verschiedene Museen – alte Waffen, archäologische Fundstücke aus der Region, zauberhafte Glaskunst, religiöse Kunstwerke und kostbare Kunstgemälde.

Tipp: Um mehr über das ehemalige Palais der Fürstbischöfe von Lüttich und ihre Machenschaften zu erfahren, solltest du eine Stadtführung machen. Dabei erfährst du viele pikante Geschichten, die erstaunen und teils ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern.

Die St. Bartholomäus-Kirche (Collégiale Saint-Barthélemy)

Im Viertel Hors-Château tauchen wir in die verwinkelten Gassen ein und stoßen auf die älteste Kirche von Lüttich – die aus dem 11./12. Jahrhundert stammenden St. Bartholomäus-Kirche. Besonders sehenswert ist das Taufbecken des heiligen Bartholomäus aus Gold.

Die Montagne de Bueren

Wow. Das ist wohl die längste Brücke, die wir jemals während all unseren Städtereisen gesehen haben – die Montagne de Bueren. Insgesamt 374 Stufen überwinden wir, doch dafür eröffnet sich uns ein malerischer Ausblick auf die wallonischen Provinzhauptstadt. Dass die Treppe bei Touristen und Sportlern sehr beliebt ist, zeigen wohl die zahlreichen hinter den Fensterscheiben auf Papier geschriebenen Wünsche der Anwohner: Ruhe bitte!

Übrigens: Wenn du magst, kannst du noch ein paar Schritte weiter nach oben gehen. Dort befinden sich die Überreste einer Zitadelle, die im 10./ 11. Jahrhundert von den Römern erbaut wurde.

Das Rathaus – „La Violette“

Direkt hinter dem Lütticher Rathaus sitzt er – der am 4. September 1989 verstorbene Georges Simenon, der berühmte Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Oder ist es Maigret selbst, der mit der Pfeife in der Hand und den Arm ausgestreckt, vorbeiziehenden Passanten wie uns dazu einlädt, neben ihm Platz zu nehmen.

Place du Marché – Marktplatz

Der Nabel von Liège bildet der älteste Platz der wallonischen Stadt. Die Rede ist vom Place du Marché, der von Cafés, Restaurants und Bistros umgeben wird. In seiner unmittelbaren Nähe befindet sich der Brunnen mit dem Perron, eine Steinsäule, die die Freiheit der Bewohner von Lüttich symbolisiert.

Palais des Princes-Évêques

Ein wunderschönes Fotomotiv stellt oberhalb de Place du Marché der ehemalige Palast der Fürstbischöfe dar. Leider lässt sich diese Sehenswürdigkeit bis auf den ersten Hof nicht eingehender besichtigen. Denn der fürstbischöfliche Palast dient heute als Regierungssitz der Provinz Liège.

Das königliche Oper der Wallonie

Die Opéra Royal de Wallonie begeister Opern- und Architekturefreunde gleichermaßen. Erbaut wurde die Oper von dem Architekten Augsute Duckers, und zwar in den 2oer Jahren des 19. Jahrhunderts. Übrigens: Wie wir erfahren haben, hat man von der Dachterrasse aus einen unvergleichlichen Panoramablick auf die Altstadt von Lüttich.

Die Stiftskirche St. Johannes Evangelist

Bereits von ihrer äußeren Erscheinung her bietet die Stiftskirche einen imposanten Eindruck. So besteht sie aus drei gleich hohe Kirchenschiffe, ein gotisches Quer- und Hauptschiff aus dem 13. Jahrhundert und einen römisch-gotischen Westchor aus dem 12. Jahrhundert. Leider ist die Stiftskirche nur während der Messen geöffnet.

Cathédrale Saint-Paul de Liège

Die St. Pauls-Kathedrale steht stellvertretend für die während der Lütticher Revolution zerstörten Kathedrale von Saint-Lambert. Mit ihren Glasfensterns aus dem 16. Jahrhundert gehört sie zu den schönsten Sakralbauten im Barockstil.

Jakobskirche in Liège

Als eine der schönsten Kirchen des Landes gilt die Jakobskirche, allen voran das Renaissance-Portal aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.

Université Liège – Universität Lüttich

Es ist das Jahr 1817 als die Université de Liège (Lüttich) vom niederländischen König Wilhelm I. gegründet wurde. Heute befinden sich die meisten Fakultäten auf der Anhöhe des Sart-Tilman. In den Nischen des Eingangsportals befinden sich vier steinerne Statuen, die die Philosophie, die Mathematik, die Medizin und die Kunst symbolisieren.

Grand Post – die Alte Post

Nach den Plänen des Architekten Edmond Jamar entstand im Jahr 1901 die alte Hauptpost “Grand Poste”. An der Fassaden sind neben sechs großen Statuen auch zahlreichen Wappen zu erkennen. Ansonsten präsentierte sich die ehemalige Post reich verziert.

Stiftskirche St. Dionysius

Gleich nebenan, versteckt in einer Seitenstraße liegend, befindet sich die Stiftskirche St. Dionysius. Besonders sehenswert ist in der zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert errichteten Kirche der Altar mit verschiedenen Darstellungen des Leidensweg Christi und aus dem Leben des Heiligen Dionysius.

Wo kann man in Lüttich parken?

In der Stadt Lüttich (Liège) in der Wallonie haben Besucher die Möglichkeit, das Auto in verschiedene Parkhäuser abzustellen. Hierzu gehören beispielsweise Cathedrale (My Park, Place de la Cathédrale), Cite (Interparking, Quai de la Goffe 13) oder Opera (Galerie Opéra 1). In jedem der hier exemplarisch aufgeführten Parkhäuser fallen selbstverständlich Gebühren an, die ganz schön die Reisekasse schröpfen.

Tipp: Oberhalb der Sehenswürdigkeit “Montagne de Bueren” hast du gute Chancen, kostenlos zu parken, selbst, wenn du dafür die 374 Stufen überwältigen musst. Der Lohn für die Strapazen ist mehr Cash im Portemonaie, das wiederum in ein gutes Frühstück investiert werden kann.

Wo kann man in Lüttich gut essen?

Lüttich glänzt mit sehenswerten Kirchen, spannenden Museen und eine Liste guter Restaurants, wie “Brutàl“, “Terra Terrae” oder “Le Thème“. Im Grunde genommen kannst du bei der Wahl des Restaurants nicht viel falsch machen. Letzten Endes muss du schauen, worauf du gerade Appetit hast und tief dein Geldbeutel ist. Für den kleinen Hunger zwischendurch lohnt sich ein Abstecher ins Bistrot d’En Face – dort gibt es das belgische Traditionsgericht “Boulet-Frites”.

Aber was wäre Lüttich ohne ihre süßen Verführungen, belgische Pralinen, die es gefühlt an jeder dritten Ecke gibt, oder belgische Waffeln, wie die in der Bäckererei “Une Gaufrette Saperlipopette“.

Lohnt sich Lüttich für einen Kurztrip?

Wer durch Lüttich schlendert, wird viel entdecken – vor allem im Gassengewirr der Altstadt stößt man auf imposante Paläste und jahrhundertealte Kirchen, interessante Museen und neuzeitliche Betonglötze. Dazu kommen noch charmante Cafés, vielseitige Marktplätze und einladende Restaurants mit ihrem französischn Flair. Grundsätzlich können wir sagen, dass die Stadt an Maas zu den Städten gilt, die es zu erlaufen gilt. Und wenn du dich auf Lüttich einlässt, erlebst du bestimmt noch so manch andere Überraschungen.

Warst Du schon einmal in Lüttich? Wie haben Dir unsere Liège Sehenswürdigkeiten gefallen? Dann ab in die Kommentare damit!

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