Spätbarock am Theaterplatz in Dresden - Reiseblog Reisepuzzle Städtereisen für Paare und Pärchen

Dresden kurz und knackig

von Reisepuzzle
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Rund um den Theaterplatz sind alle wichtigen Bauwerke zu finden: Zwinger, Semper Oper, Hofkirche und Residenzschloss. Inmitten der Barocken Rahmung schaffen es alle Sehenswürdigkeiten, einen majestätischen Anblick zu bieten, der eine Reise nach Dresden lohnenswert macht.

Weil es in der Dresdner Altstadt so viel zu entdecken gibt, starteten wir unseren Rundgang vom Theaterplatz aus und erkundeten als Erstes den Dresdner Zwinger mit seinem barocken Garten.

Der Zwinger wurde vom sächsischen Kurfürst Friedrich August I., bekannt als August der Starke (1670-1733) zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Auftrag gegeben, der damit wohl das berühmteste Baudenkmal und Wahrzeichen von Dresden schuf. Umgeben war der Zwinger von Bogen- und Langgalerien und sechs prächtigen Balustraden sowie dem Kronentor.

An der Westseite des Dresdner Zwingers ragt das Kronentor empor - Reiseblog Reisepuzzle Städtereisen für Paare und Pärchen

An der Westseite des Dresdner Zwingers ragt das Kronentor empor.

In einem Rausch von romantischem Übermut wurde das architektonische Meisterwerk mit Figuren, Vasen und dekorativen Stilelementen geschmückt. Übrigens: Der Begriff ’Zwinger‘ stammt zwar aus der Befestigungskunst, doch zu Zeiten Augusts hatte der Zwinger keineswegs die Funktion einer Befestigungsanlage. Es war vielmehr eine Stätte höfischer Festlichkeiten.

Inmitten der Galerien besuchten wir die kurfürstlich-sächsischen Kunstkammer, die zahlreiche Gemälde Alter Meister beherbergte.

Die Dresdner Gemäldegalerie  zeigt italienische Renaissance-Künstler, darunter Raffael, Tiziano, Correggio, Mantegna oder Botticelli), flämische Künstler wie Rembrandt, Rubens und Van Dycke, Künstler aus Deutschland wie Dürer, Cranach und Holbein, aber auch Künstler aus Spanien und Frankreich des 17. Jahrhunderts.

Zwischen Langgalerie und Glockenspielpavillion befand sich die Porzellansammlung von August der Starke. Wir sahen herausragende ostasiatische Stücke aus dem frühen 17. und 18. Jahrhundert und verstanden, warum der Hof süchtig nach dem ‚weißen Gold‘ war. Auch der Besuch im Mathematisch-Physikalischen Salon im Westen und im Französischen Pavillon im Osten der Anlage erwies sich als weiterer Höhepunkt während unseres Rundganges.

An der Westseite des Zwingers ragte das Kronentor mit seiner zwiebelförmige gewundenen Dachhaube aus der Langgalerie heraus. Sie verbinden das Tor mit dem Eckpavillons und den Bogengalerien.

Dresdner Kaffeehauskultur

Die Zeit verging wie im Fluge und wir brauchten eine kleine Stärkung. Diese fanden wir im Café Schinkelwache, das als Sinnbild für klassische Kaffeehaustradition in Dresden stand. Kleine gemütliche Tische mit bequemen Stühlen und eine gediegene Einrichtung machten das einladende Ambiente aus. Wir gönnten uns einen aromatischen Kaffee mit der typischen Dresdner Eierschecke und sächsischen Quarkkeulchen mit Apfelmus, Zimt-Zucker und frisch geschlagener Sahne.

Dresdner Kaffeehauskultur im Café Schinkelwache - Reiseblog Reisepuzzle Städtereisen für Paare und Pärchen

Dresdner Kaffeehauskultur im Café Schinkelwache.

Ein paar Meter weiter am Theaterplatz angrenzend befand sich das Schloss mit dem gut 100 Meter hohen Hausmannsturm. Wie wir erfuhren, war der Turm mit seiner barock geschweiften Haube bis 1945 der höchste Turm in Dresden. Seinen Namen erhielt er von den dort tätigen ’Hausmännern‘, die  Feuersbrünsten im Umland ausspähten. Ihr könnt über den Besuchereingang im Westflügel des Schlossen zur Aussichtsplattform hinauf steigen.

Klänge von der Silbermann-Orgel in der Dresdner Hofkirche

Im Stil des römischen Spätbarock zeigte sich ebenfalls am Theaterplatz die Dresdner Hofkirche, die mit einem neobarocken Übergang das Schloss verbindet. Insgesamt 78 Skulpturen schmücken die Fassade und Balustraden, die vom Bildhauer Lorenzo Mattielli geschaffen wurden. In ihrem Inneren befindet sich sich die berühmte Silbermann-Orgel, die größte und als einzige in der Elbstadt unzerstört gebliebene Orgel von Johann Gottried Silbermann. Übrigens: Die Hofkirche wurde erbaut vom Baumeister Gaetano Chiaveri.

Über die Brühlsche Terrasse zur Frauenkirche

Entlang der Brühlsche Terrasse flanierten wir in Richtung Dresdner Frauenkirche. Am Neumarkt angekommen, umrundeten wir den oktogonalen Sakralbau und sahen, dass alte und neue Steine beim Wiederaufbau der einst zerstörten Kirche verwandt wurden. In ihrem Inneren überraschte uns die Helligkeit des Barockbaus mit seinen fünf halbkreisförmig angeordneten Emporen. Beeindruckend war auch der Aufstieg hinauf zur Kuppel, von der wir einen herrlichen Blick auf die Altstadt und das Umland von Dresden genießen durften.

Die Semper Oper Dresden

Ein ganz besonderes Highlight auf unseres Städtetrips nach Dresden war der Besuch des wohl schönsten und prunkvollsten Opernhauses Deutschlands. Ihr wisst sicherlich, wovon die Rede ist – die Semperoper, die uns ins Erstaunen versetzte. Die Treppenaufgänge und das Foyer bestachen durch Opulenz und Detailfreude. Vor allem der riesige Kronleuchter ließ uns den Atem stoppen. Dass die Semper Oper eine ausgesprochen gute Akustik besaß, erlebten wir durch die Vorführung ’Die Zauberflöte‘ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart vorgeführt in der Semper Oper in Dresden - Reiseblog Reisepuzzle Städtereisen für Paare und Pärchen

Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart vorgeführt in der Semper Oper in Dresden.

Übrigens: Die Karten für die Semperoper sind sehr gefragt, so dass ihr weit im Vorfeld eure Plätze reservieren solltet.

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2 Kommentare

Fari 18. Oktober 2016 - 16:27

Oh ihr Lieben, Dresden ist einfach wundervoll! Ich hab eine Freundin dort, die ich letztes Jahr besucht habe. Muss bald mal wieder hin, ihr habt mir mit euren Artikel richtig Lust gemacht darauf! 🙂 GLG, Fari

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Reisepuzzle 19. Oktober 2016 - 08:39

Hallo Fari, jetzt werden wir gleich Rot im Gesicht. 🙂 Dresden hat wirklich eine tolle Altstadt mit viel Geschichte. Wir konnten uns gar nicht so richtig satt sehen. 🙂 Wir wünschen Dir viel, viel Freude in Dresden. Viele liebe Grüße nach Wien – Anna und Michael

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