Haifa: Stadt zwischen Antike und Moderne

Der Schrein des Bay inmitten der Hängenden Gärten in Haifa - Städtereisen Reiseblog Reisepuzzle

Der Schrein des Bay inmitten der Hängenden Gärten in Haifa.

Haifa, die Stadt am Berg Carmel, war für viele Jahrhunderte ein verschlafener Fischerort. Erst als der Hafen zum wichtigen Standort für den Weizenexport wurde, entwickelte sich Haifa zu einer der bedeutendsten Hafenstädten des Nahen Ostens. Heute beeindruckt sie durch eine Kombination aus historischen und modernen Sehenswürdigkeiten.

Auch heute ist Haifa noch immer Israels wichtigste Industrie- und Hafenstadt. Das erkannt man allein am Anblick des Hafengebiets mit seinen Kais und Lagerhäusern. Den besten Blick über die gesamte Stadt bietet die Louis Promenade. Von dort hat man einen guten Überblick über die Bucht von Haifa. Hier befindet sich auch der Eingang zu den Hängenden Gärten der Bahai Gemeinde.

Dabei handelt es sich um eine pflanzenreiche Grünanlage, die sich terrassenförmig an den Carmel Berg schmiegt. Aufgrund ihrer faszinierenden Gartenkunst und dem darin eingebetteten Schrein des Bab wurde die prächtige Anlage im Jahr 2008 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Die 18 monumentalen Terrassen zum Schrein des Bab erstrecken sich über einen Kilometer am Hang des Karmel und erreichen eine Höhe von 225 Metern. Um einen durchgehenden Zugang zur gesamten Gartenanlage zu gewährleisten, wurden Brücken und Unterführungen geschaffen.

In deren Mitte liegt der Schrein des Bab - eine Mausoleum für die sterblichen Übereste von Bab (Siyyid ’Alí-Muhammad). Wegen seiner mutigen Lehren, die den Ruf nach geistiger und moralischer Erneuerung beinhalten, wurde Bab 1850 öffentlich hingerichtet.

Der Schrein des Bab ist ein wahrer Prachtbau, der sowohl östliche als auch westliche Formen und Stil in Einklang verbindet. Der Überbau des Schreins besteht aus Chiampo Marmor, der in Italien geschnitten und behauen wurde. Die 12.000 schuppenförmigen Ziegel für die Kuppel sind mit feinem Blattgold versehen und feuerglasiert.

Am Fuße der Hängenden Gärten der Bahai liegt die Gurion-Straße mit der deutschen Siedlung. Die 30 Meter breite Hauptstraße, die sich schnurstracks zum Hafen führt, zeigt sich mit seinen typisch deutschen Steinhäusern. Manche von ihnen tragen zum Teil noch deutsche biblische Inschriften.

Ansonsten reihen sich entlang des Ben Gurion Boulevards verschiedene Cafés, Restaurant und Kunstläden.

Während im Norden von Haifa Industrieanlagen die Hafenstadt bestimmen, erstrecken sich badefreundliche Sandstrände im Süden Haifas. Sie wurden gezielt angelegt, um die israelische Stadt für Touristen interessanter zu machen.

Wer sich für einen Besuch im Museum interessiert, hat die Möglichkeit ins Madatech - National Museum of Sciense, National Maritime Museum, Museum of Art oder ins Reuben- und Edith-Hecht Museum zu gehen. Daneben gibt es noch in der Nähe des Bahnhofs das Israelische Eisenbahnmuseum.

Haifa bietet Städtereisenden zwischen Carmel-Gebirge und Mittelmehr im Grunde genommen nicht viel. Dafür genießt die Stadt mit seiner technischen Universität - das Technion – weltweit einen erstklassigen Ruf und wird auch als das ’Silicon Valley‘ von Israel bezeichnet.

Um sich bereits vor der Reise über das kontrastreiche Israel zu informieren, empfehlen wir einen guten Reiseführer, wie etwa den DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Israel, Palästina, Sinai: mit Extra-Reisekarte*.

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