Die Stufen hinauf zur Kirche des Heiligen Petrus in Jaffa - Städtereisen Reiseblog Reisepuzzle

Jaffa: Das orientalische Schatzkästchen von Tel-Aviv

von Reisepuzzle
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Der historische Stadtteil von Tel-Aviv – Jaffa – findet schon in der griechischen Mythologie Erwähnung und in der Bibelgeschichte ’Jona und der Wal‘. Die Römer waren hier, die Kreuzfahrer, Napoleon, die Briten und jetzt sind wir hier – inmitten von Kunstgalerien, Boutiquen und Restaurants.

Was muss man in Jaffa gesehen haben?

Um die im Süden von Tel-Aviv gelegen antike, arabische Hafenstadt Jaffa überhaupt besser kennenzulernen, schlagen wir am Glockenturm an der Ecke Yefet Straße und Marduk Straße einen eleganten Haken, bevor wir im Besucherzentrum kurz verschwinden, um uns einen Stadtplan geben zu lassen. Alternativ wird uns eine kostenlose Stadtführung, sogenannte Freetours, angeboten, die am Glockenturm starten. Dann kann die Sightseeingtour ja losgehen.

Der Glockenturm von Jaffa

Mit dem Glockenturm von Jaffa beginnen wir unseren Rundgang durch Old-Jaffa. Bekannt wurde das unangefochtene Wahrzeichen der Stadt mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Jaffa-Jerusalem. Der Legende nach wurde sie im Jahr 1901 auf Wunsch von Youssef Moial errichten, weil die Zugreisenden stets in sein Geschäft kamen, um nach der Uhrzeit zu fragen. Doch selbst nachdem die Eisenbahngesellschaft seiner Bitte nachkam, erfragten die Reisenden beim jüdischen Händler weiterhin die Uhrzeit. Welch eine Ironie des Schicksals!

Der Felsen der Andromeda

Legenden behaftet ist auch der Hafen. Mit einem Blick über die Kaimauer hinaus auf das Mittelmeer erblicken wir in der Brandung den Felsen der Andromeda. Dort soll der griechischen Mythologie zufolge die schöne Andromeda einem Meeresungeheuer geopfert werden. Bis ihr Geliebter, der Halbgott Perseus, herbeieilte und sie befreite. Auch wenn es dort keine Statue gibt, eignet sich dieser Fels hervorragend als Fotokulisse.

Wir wenden uns vom Fischerei- und Yachthafen ab und flanieren durch die schmalen, mittelalterlichen Gassen, schauen uns in Galerien und Ateliers um und stoßen in dem wuseligen Gassengewirr auf Gewölbe aus der osmanischen Zeit, in denen sich Bars und Restaurants eingenistet haben. Orientalisches Lebensgefühl kommt auf – sobald der Duft vom leckeren Essen uns in die Nase fährt.

Der schwebende Orangenbaum von Ran Morin

Ein weiterer Hotspot von Jaffa tut sich uns auf – ein in der Luft hängender Orangenbaum. Der Künstler Ran Morin brachte dieses Kunstwerk im Jahr 1993 in einer kleinen Gassen an und wollte damit der berühmten Jaffa-Orange ein Denkmal setzen. Ein kleine blaue Bank lädt zum Verweilen ein, so dass man dieses Kunstwerk, sobald die Touristen wieder weiter gezogen sind, ganz für sich haben kann.

Die Brücke der Sternzeichen – Zodiac Brücke

Bevor wir zur Brücke der Wünsche kommen, passieren wir während unseres kleinen Aufstiegs zum Hügel Tel Yafo das Tor von Ramses II, das wieder einmal belegt, wie weit die ägyptische Besiedlung einst gereicht haben muss.

Nur wenige Schritte vom Ramses-Tor entfernt, spannt sich die Wunschbrücke mit den 12 Sternzeichnen. Der Legende nach soll man sein eigenes Sternzeichen mit der Handfläche berühren und dabei aufs Mittelmeer hinaus blicken. Dann kann man sich etwas Wünschen und der Wunsch soll in Erfüllung gehen. Weil es so sein soll, ist die Wunschbrücke auch ein beliebter Ort für Hochzeitspaar und Verliebte.

Panoramablick auf Tel-Aviv

Bevor wir zum Sternzeichenbrunnen und zur St. Peter Kirche weiterziehen, genießen wir noch eine traumhafte Postkartenperspektive mit Blick auf das Moderne Tel-Aviv. Anhand der unzähligen Baukräne lässt sich nur erahnen, wie schnell die im Sonnenlicht glänzenden Hochhäuser und Bürotürme in die Höhe schnellen. Am Fuße der Betonkolosse erstreckt sich die lebhafte Uferpromenade.

Direkt neben uns steht das Standbild des Glaubens, das den Fall von Jericho, Isaacs Opferung und Jakobs Traum darstellen soll.

Der Zodiac-Brunnen

In direkter Nachbarschaft befindet sich um Fuße der Zodiac-Brücke der Zodiac-Brunnen, der von den beiden Bildhauern Varta Ghivoly und Ilan Gelber geschaffen worden ist. Beide Künstler zeigen in ihrem Kunstwerk 12 Sternzeichen als Kalksteinskulpturen.

Die Kirche des Heiligen Petrus

Einst stand an der Stelle der St. Peter Kirche eine Kreuzritterburg, die von Friedrich II. in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert erbauen ließ und von Ludwig IX. renoviert worden war. Die Kirche ist reich verziert; vor allem die Fensterdekoration ist äußerst sehenswert. Unter ihrem Dach beherbergt die Kirche ein Gemälde, das Petrus auf dem Dach von Simon dem Gerber zeigt.

Al-Bahr Moschee

Auf eine lange Geschichte blickt Jaffas älteste Moschee – die Al-Bahr Moschee, die auch den Namen Muhamadiya Moschee trägt. Sie stellt nicht nur die große und bedeutendste Moschee in Jaffa dar, sondern steht gleichzeitig als Symbol für die arabisch-muslimische Bevölkerung. Besonders beeindruckend ist der Ehrenhof mit seinen Arkaden.

Badestrände in Jaffa

Natürlich gehört zu einem Besuch von Tel-Aviv auch ein Abstecher an den berühmten Stadtstrand. Man kann hier wunderbar entspannen – sofern man nicht gerade zur Winterzeit in Israel ist. Denn zwischen den Monaten November und März sind die Winter zwar mild im Vergleich zu Deutschland aber dennoch muss man in Jaffa mit etwas trockenem und kühlerem Wetter rechnen. Aber ein gemütlicher Strandspaziergang an Jaffas Küste ist allemal drin.

Wie kommt man nach Jaffa?

Kostengünstig und bequem reisen wir im Doppelstockzug nach Tel-Aviv. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten – kostenloses WLAN und Fahrradmitnahme inklusive – und erweist sich als ein Streifzug durch mehrere Landschaften. Zunächst passieren wir ein Industriegebiet von Hadera, anschließend folgen wir der Autobahn bis die Landschaft plötzlich Grün wird. Bestellte Felder, Treibhäuser und Orangenhaine wechseln sich regelmäßig ab. Schließlich erreichen wir Tel-Aviv mit seinen riesigen Glastürmen. Die Fahrtkosten pro Person betragen umgerechnet 5,20 Euro.

Auch wenn Taxis in Israel günstiger sind als in Deutschland, so müssen wir dennoch sehr schlucken als wir den Fahrpreis von Tel-Aviv Zentrum bis nach Jaffa auf dem Taxameter ablesen – 30 Euro. Dafür haben wir bereits nach 20 Minuten unser Fahrziel erreicht. Mit Stadtbus benötigt man übrigens die doppelte Fahrzeit, jedoch beträgt das einfache Fahrticket pro Person nur 13,20 Schekel (umgerechnet 2,80 Euro).

Wo liegt Jaffa?

Die Hafenstadt Jaffa liegt im Südwesten der israelischen Stadt Tel Aviv – direkt am Mittelmeer. Genauer gesagt ist Jaffa ein Vorort nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum von Tel Aviv entfernt. Die Jahrtausende alte Hafenstadt bietet Reisenden einen Kontrast aus dem modernen Tel Aviv und dem antiken Jaffa. Entsprechend tummeln sich in Jaffa nicht nur Kulturinteressierte, sondern auch Familien mit Kindern und Badeurlauber.

Um sich bereits vor der Reise über das kontrastreiche Israel zu informieren, empfehlen wir einen guten Reiseführer, wie etwa den DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Israel, Palästina, Sinai: mit Extra-Reisekarte*.

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Wie alt ist Jaffa?

Das Hafenstädtchen Jaffa vor den Toren von Tel Aviv blickt auf eine bewegende Vergangenheit zurück. Archäologische Relikte bezeugen, dass die Region rund um Jaffa bereits vor 3.500 Jahren vor Christus besiedelt wurde. Einst soll der Ort Jaffa “Ipu” geheißen haben. Und auch in der Bibel war Jaffa bekannt und wurde als “Joppe” bezeichnet.

Unser Fazit über die historische Hafenstadt Jaffa

Jaffa zählt zu den Städten auf der Welt, die man als Städtereisender mindestens noch einmal sehen sollte. Die antike Hafenstadt bietet einen faszinierenden Mix aus Vergangenheit und Moderne. Zum einen haben uns die schmalen und verwinkelten Gassen in Jaffa gefallen und zum anderen die modernen Kunstgalerien, Boutiquen, Bars und Restaurants. Letzten Endes macht es uns riesig Spaß, durch die Gassen von Jaffa zu bummeln und das bunte Treiben auf dem Flohmarkt zu bewundern.

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2 Kommentare

copmymusic.com 8. Mai 2017 - 16:50

I love this post I read your blog fairly often and you’re always coming out with
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Keep up the good work.

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Reisepuzzle 8. Mai 2017 - 18:42

Thank you very much for your lovely comment. 🙂

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