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Montpellier: Universitätsstadt in Südfrankreich

von Reisepuzzle
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Müde und hungrig, wie man es nach 1.100 Kilometer mit dem Auto nur sein kann, sind wir gegen Mittag in Montpellier angekommen. Eine sportliche Herausforderung, wenn man einmal bedenkt, dass wir mehr als zehn Stunden auf der Autobahn unterwegs gewesen sind – vorbei an den Städten Nancy, Dijon, Lyon und Nimes.

Montpellier ist eine unstreitig reizende Stadt inmitten üppig bepflanzten Landhäusern und von Zypressenreihen geschmückten Gärten. Selbst die vorgelagerten Stadtteile erweisen sich auf unserer Städtereise mit ihren dicht belaubten Bäumen als schattenspendende Oasen.

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Nur noch wenige Autominuten liegen vor uns, bis wir an unserem Apartment in der Rue des Campanules ankommen. Trotz sprachlicher Defizite in der französischen Sprache zu kommunizieren, verständigen wir uns mit unserem Vermieter durch intelligentes Raten sowie durch die Verwendung von Mimik und Gestik. Das Entscheidende: Am Ende haben wir den Schlüssel für unsere Ferienwohnung in den Händen.

Was muss man in Montpellier sehen?

In unserem Apartment hält uns nichts; wir sind zu sehr neugierig, auf unserer Städtereise Montpellier zu entdecken. So spontan wie wir nun einmal sind, ziehen wir in der brütenden Mittagssonne in Richtung Stadtkern los.

In den Straßenzügen ist es relativ leer. Hier am Mittelmeer halten die Südländer mit ihrer Siesta und meiden die Sonne, wo sie nur können. Wohin wir auch blicken, während wir in Richtung Innenstadt trotten, gibt es mehr Sonne als Wolken, die so heiß brennt, dass selbst die Böschung entlang der Eisenbahnstrecke Feuer fängt. Nach einer kleinen Verschnaufpause, um das feurige Schauspiel aus sicherer Entfernung zu verfolgen, gehen wir weiter. Zum Glück nähern sich die Schatten spendenden Gassen schneller als wir denken.

Wie hypnotisiert schauen wir zu einem Eiscafe mit einer bemerkenswerten Auswahl. Die Frage, ob wir uns ein Eis gönnen wollen, stellt sich uns nicht im Geringsten. Wir schlängeln uns um Tische und Stühle zur Eistheke und bestellen nach Herzenslust unsere Eiskugeln bis der Becher kurz vor knapp überquillt. Nach einer guten halben Stunde des Verschnaufens fühlen wir uns wieder um Jahrzehnte verjüngt und spazieren gemütlich im Schatten mittelalterlicher Straßen durch Montpellier.

Auf dem Place de la Comédie von Montpellier

Das Herz Montpelliers schlägt auf dem autofreien Place de la Comédie, wo sich Passanten, Studenten, Straßenkünstler und vorbeigleitende Straßenbahnen sich tummeln. Nach einem ersten Rundgang zieht es uns nordwestlich des Platzes. Dort tauchen wir in die Altstadt Écusson mit ihren Adels- und Bürgerpalästen ab.

Im Gassenlabyrinth stoßen wir auf prächtige Häuser mit pompösen Innenhöfen. Doch insgesamt lässt sich sagen, dass nicht einzelne Bauten den Reiz der Stadt ausmachen, sondern das Gesamtbild mit Alleen, Parks und beeindruckenden Häusern. Ein paar Schritte weiter treffen wir auf den Triumphbogen Porte du Peyrou, der majestätisch den Straßenzug überspannt. Einen Straßenblock weiter empfängt uns der älteste botanische Garten von ganz Frankreich – Jardin des Plantes.

Ein Ort des Friedens, eine grüne Insel unweit der Universität. Wir gönnen uns ein kleines Päuschen, bevor es uns wieder zu unserem Apartment zieht – schönes Wetter hin, schönes Wetter her.

Nach einem kleinen Gewaltmarsch und einer Fülle an Stadtimpressionen erreichen wir unsere Unterkunft. Ein idyllischer Ort um Energie für den nächsten Tag zu tanken. Wir packen unsere Koffer aus, bereiten uns eine kleine Mahlzeit zu und setzen uns in unseren eigenen Innenhof, der uns wie eine kleine, grüne Oase mit all den Pflanzen, Büschen und Bäumen vorkommt. Da wir nicht so recht wissen, was der nächste Tag für uns bereit hält, entscheiden wir uns, nach einem kühlen Getränk und leckerem Essen zu Bett zu gehen.

Sehenswertes in Montpellier im Überblick:

  • Place de la Comédie
  • Fontaine des Trois Graces
  • Promenade de Peyrou
  • Chateau d’Eau
  • Arc de Triomphe
  • Quartier Antigone

Die Stunde der Wahrheit in Montpellier

Der Preis ist hoch, um im Paradies zu verweilen. Das mussten wir am eigenen Leib erfahren. Und daran sind die Stechmücken schuld, die um uns herumschwirren und am liebsten auffressen wollen. Zum Glück sind es nur wenige Minuten bis Sonnenaufgang und wir entscheiden uns, die Nacht vorzeitig abzubrechen und zum Meer zu fahren, das nur 10 Kilometer von uns entfernt liegt. Gesagt, getan!

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Wir packen uns einen Korb mit verschiedenen Köstlichkeiten wie etwa Melone, frisches Baguette, gekochte Eier, leckere Wurst, süße Weintrauben, sonnengereifte Tomaten und saftige Pflaumen. Zweifellos eine richtige Entscheidung.

Wir lassen die Stechmücken hinter uns und fahren zum Strand. Auf unserer Fahrt dorthin, entdecken wir eine Schar von Flamingos. Soweit wir uns erinnern können, haben wir noch nie einen Flamingo in freier Wildbahn gesehen. Und hier stehen sie gemütlich im Wasser entlang des Weges und lassen sich von nichts und niemanden stören. Im Kreisverkehr in der Nähe des kleinen Fischerdorfes Palavas-les-Flots nehmen wir die erste Ausfahrt und folgen der Straße bis es für Autos nicht mehr weiter geht. Wir schnappen unsere Taschen, überwinden die vor uns liegenden Dünenwall und dann sahen wir es: das Mittelmeer.

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Wir steigen in unsere Sandalen und gehen ab zum Strand, wo wir uns ein romantisches Plätzchen suchen. Hier lässt sich gut gehen und den Alltag vergessen.

In den nächsten Tagen zeichnet sich für uns ein ähnliches Prozedere ab, da die Mücken noch immer sehr heiß auf uns sind. Es herrscht Urlaubsstimmung und der natürlichen Bräunung steht nichts mehr im Wege. Doch an manchen Tagen zieht es uns entweder in die Innenstadt von Montpellier, nach St. Guilhem-le-Désert, nach Palavas-les-Flots oder unweit des Strandes zur Kathedrale St-Pierre de Maguelone, die beinahe ganz vom Etang de Prévost umspült wird.

Wie groß ist Montpellier?

Die südfranzösische Stadt am Mittelmeer ist eine kleine, aber quirlige Universitätsstadt, die für jeden Städtereisenden etwas zu bieten hat. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem zu Fuß erkunden. Zu Stadtbesichtigungen stehen Besuchern aber auch die roten Sightseeingbusse, der Petit Train und Fahrradrikschas zur Verfügung. Selbst die Strände sind mit der Tram schnell und günstig zu erreichen.

Wo kann man parken in Montpellier?

Wer mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen nach Montpellier kommt, sollte nicht nur die Stadt im Süden Frankreichs besuchen, sondern auch mit einem ausgedehnten Frankreichurlaub kombinieren und die Umgebung erkunden. In Montpellier endlich nach einer 10 1/2 bis 12 Stunden Fahrt aus Düsseldorf kommend angekommen, stellt man fest, dass die Innenstadt großflächig verkehrsberuhigt ist und das Parken im Allgemeinen recht teuer ist. Allerdings haben Hotels Arrangements mit Parkhäusern, sodass man einen Rabatt bekommt. Da die öffentlichen Verkehrsmittel in Montpellier gut ausgebaut sind, kann man etwas Abseits der Innenstadt parken und bequem ins Zentrum fahren.

Warst Du schon einmal in Montpellier gewesen? Welche Montpellier Sehenswürdigkeiten haben dir gefallen? Dann ab in die Kommentare damit!

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2 Kommentare

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2 Kommentare

Natalia 28. Januar 2016 - 05:46

Wow, was für ein inspirierender Reisebericht! Ich bin echt gespannt was noch kommt.

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Reisepuzzle 1. Februar 2016 - 08:42

Das freut uns sehr, dass Dir unser Montpellier Bericht gefallen hat.

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