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Pontorson: Auf dem Weg zum Mont Saint Michel

von Reisepuzzle
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Die Stadt Pontorson in Frankreich liegt am Fluss Couesnon, der die Normandie von der Bretagne trennt. Sie wurde im 12. Jahrhundert auf Geheiß von Wilhelm des Eroberers gegründet und diente mit ihrer Burganlage als Grenzfestung gegen die Bretagner. Leider ist von der einstigen Burg nichts mehr übrig. Denn sie wurde im 17. Jahrhundert unter der Herrschaft von Ludwig XIII zerstört. Doch wie dem auch sei, Pontorson hat den Besuchern noch viele Geheimtipps und Sehenswürdigkeiten zu bieten, die sich zu entdecken lohnen.

Nach etlichen Kilometern durch Frankreich, haben wir unser Ziel Pontorson in der Normandie erreicht und damit den idealen Ausgangsort zum Mont Saint Michael. Doch zunächst beziehen wir unser Hotel – das Best Western Hotel Montgomery. Es war einst die Heimat der Grafen von Montgomery, die sich dort nach seiner Erbauung im Jahre 1528 niedergelassen hatten. Wiederaufgebaut im 18. Jahrhundert und seit 1850 als Hotel umgestaltet, beherbergt es noch viele Überbleibsel der Montgomerys. Knarrende Holzdielen in schmalen Fluren und rustikal eingerichtete Holzverkleidungen erinnern an das Erbe der Familie. In einem der Hotelzimmer steht ein majestätisches Himmelbett, das das Haus seit seinem Wiederaufbau nie mehr verlassen hat.

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Sehenswürdigkeiten in Pontorson in der Normandie

Für den historischen Rundgang in Pontorson beginnen wir beim Jardin Public, dort, wo um 1030 auf Befehl des Herzogs der Normandie, Robert dem Prächtigen (Vater von Wilhelm dem Eroberer) die erste Brücke erbaut worden war. Der Name der Stadt Pontorson lässt sich auf den Erbauer Orson zurückführen (Pont Orson).

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Ein weiterer Hotspot der Stadt Pontorson ist die Kirche Notre Dame am Place de l’ Eglesia. Erbaut wurde sie von den Handwerkern, die auch die Abtei von Mont Saint Michel errichtet hatten. Sie zeichnet sich durch ihre massive Baukonstruktion aus, wie etwa die Fassade an der Westseite der Kirche, die von zwei romanischen Türmen bestimmt wird. Obwohl das Register nur dezent herausgearbeitet wurde, lassen sich noch immer sehr schöne Rundbögen auf dem Portal erkennen. Im Inneren der Kirche befindet sich ein Altarbild aus dem 15. Jahrhundert, das in den berühmten Caen-Stein gehauen ist und das Leben Christi zeigt.

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Das Haus Guiscard de la Mènardière, das aus dem 12. Jahrhundert stammt, markiert auf unserem mittelalterlichen Rundgang die letzte Station. Im Laufe der Zeit wurde das ’Maison Romane‘ so oft verändert, dass sich viele Spekulationen über seine Herkunft ranken. Aufgrund seiner Arkadenfassade, die wie eine alte Installation von Verkaufsständen daherkommt, könnt möglicherweise das alte Hotel Dieu der Stadt Pontorson sein. Das Haus stellt heutzutage ein schönes Zeugnis des mittelalterlichen Lebens dar.

Unser Rundgang durch Pontorson ist aber damit noch nicht zu Ende. Weitere Höhepunkte sind der Tempel der Protestanten, die Séquoia, die Zisterne sowie die Rue des Douves.

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Le Temple Protestant

Doch zunächst mehr über den Le Temple Protestant. Dabei handelt es sich um das einzige protestantische Gebäude in der Marche vor dem Edikt von Nantes aus dem Jahr 1598. Der reformierte Glaube wurde 1590 unter der Regentschaft der Grafen Montgomery in Pontorson eingeführt, und acht Jahre später in Frankreich durch das Edikt von Nantes durch Heinrich IV genehmigt. Wie wir im Tourist Information Office erfahren, wurde der Tempel der Protestanten vermutlich zweckentfremdet wurde. So könnte das Gebäude aufgrund seiner Architektur und der Nähe zur Kirche eine alte Scheune gewesen sein.

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La citerne à eau

Als besondere Kuriosität erweist sich die Zisterne (La citerne à eau) am Place de la Gare. Sie besteht nämlich nicht aus Holz, sondern aus behauenem Stahlbeton. An einer Seite ist sie mit einem Dach gekrönt und erinnert mit ein wenig Fantasie an einen Kiosk. Ihre Gestaltung ist von der Pflanzenwelt inspiriert. Unter dem Wasserspeicher lässt sich noch ein Stein in einem kleinen Teich erkennen, aus dem früher Wasser hervorquoll.

Le Séquoia

Die Sequoia – ein bemerkenswerter Baum, die sich auf dem Parkplatz an der Rue Ambroise Pincé befindet, ist fast 250 Jahre alt und wurde durch das Komitee des CAUE de Manche klassifiziert.

La Rue des Douves

Der Vollständigkeit halber möchten wir noch die Rue des Douves erwähnen. Dort ereignete sich im November 1793 eine Schlacht während des Vendée-Krieges.

Wo wohnt man gut in Pontorson?

Es gibt in Pontorson eine Vielzahl an Hotels, in denen gut genächtigt werden kann. Aber das 3-Sterne Best Western Hotel Montgomery ist aufgrund seiner Vorgeschichte und seinem rustikalen Erscheinungsbild etwas ganz Besonderes. Es befindet sich in der Rue du Couesnon 13.

Wo kann man gut Essen gehen?

Im Le Relais Gascon in der Rue de Tanis gibt es sehr köstliches französisches Essen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ausgezeichnet und die Chefin bedient jeden Gast herzlich und freundlich.

Wie kommt man von Pontorson nach Mont Saint Michel?

Ein Aufenthalt in Pontorson erweist sich für einen Tagesausflug nach Mont Saint Michel als ideal. Schließlich liegt das Wahrzeichen der Normandie nur 9 Kilometer entfernt. Entweder benutzt Du den Bus, der mehrfach täglich den ’Inselberg‘ ansteuert, oder das Auto. Die Fahrtzeit dauert ungefähr 15 bis 20 Minuten.

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Da der Parkplatz auf das Festland verlegt wurde, muss noch eine gewisse Wegstrecke zwischen Parkplatz und Mont Saint Michel zurückgelegt werden – entweder zu Fuß oder mit dem Shuttlebus. Der Preis für den Shuttleverkehr ist im Parkticket enthalten und umfasst die Parkdauer eines ganzen Tages (11,60 Euro).

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Neben dem Eifelturm und dem Schloss von Versailles gehört Mont Saint Michael zu den Hauptattraktionen Frankreichs. Entsprechend sollte man sich auf ein Geschiebe auf dem Klosterberg gefasst machen – das Los des Touristen eben. Wer jedoch früh unterwegs ist, kann sich auf der kleinen Insel freier bewegen.

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Ein Wochenende in Pontorson

Nach unserm Aufenthalt in Pontorson lässt sich sagen, dass die kleine Stadt in der Normandie optimal ist, um einen Ausflug nach Mont Saint Michel zu unternehmen. Die Stadt selbst hat ebenfalls einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten, wobei der Rundgang nur ein paar wenige Stunden dauert – mit Kaffee-Pause versteht sich. Für einen Urlaub in der Normandie eignet sich auch die Umgebung von Pontorson zu entdecken.

Warst Du schon einmal in Pontorson in der Normandie? Wie haben Dir unsere Pontorson Sehenswürdigkeiten gefallen? Dann ab in die Kommentare damit!

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