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St. Petersburg – Russlands Perle ist immer eine Reise wert

von Reisepuzzle
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Zu bieten hat St. Petersburg mehr als genug. Geschichte, Kunst, Kultur und Kulinarik. Barocke und neoklassische Pracht, wie man sie woanders kaum findet, fantastisches russisches Essen, wunderbare Strände, an denen man den ganzen Tag entspannen kann, unfassbar anmutige Kirchen, die daran erinnern, welches Verhältnis zwischen Kirche und Staat besteht. Und wenn wir so die beliebte Prachtstraße Newski Prospekt entlang flanieren, stellt sich uns die Frage, warum wir nur so lange gewartet haben, Russlands Perle zu besuchen. Allein auf den ersten Metern erkennen wir, wie lehrreich, abenteuerlich und unterhaltsam St. Petersburg ist.

Es gibt wohl nur wenige Städte auf der Welt, die den Spagat zwischen historischer Eleganz, sinnlicher Dekadenz und nachhaltiger Morbidität besser geschafft hat. Zu ihnen zählt ohne Zweifel auch St. Petersburg. Die russische Millionenmetropole am Fluß Newa überzeugt mit einer unwiderstehlichen und faszinierenden Mixtur. Und so wird unser Stadtrundgang zu einem Crashkurs in Geschichte, in Architekurgeschichte, in Kunstgeschichte, in Kulinarik und in Religionskunde. Gleichwohl beeindruckt auch das unterhaltsame Leben auf der Straße mit all den zahlreichen Straßenmusikern.

Wenn Du also eine Städtereise nach St. Petersburg planst, dann haben wir für dich die perfekten Tipps, mit denen du die Stadt schnell lieben wirst. Zum Einstieg ein paar Worte Russisch, die dir sicherlich helfen werden.

  • Guten Tag (rus. geschrieben: Добрый день/ gesprochen: dobryy den’)
  • Auf Wiedersehen (rus. geschrieben: до свидания/ gesprochen: do svidaniya)
  • Danke (rus. geschrieben: Спасибо/ gesprochen: spasibo)
  • Bitte (rus. geschrieben: пожалуйста/ gesprochen: pozhaluysta)
  • Ja (rus. geschrieben: да/ gesprochen: da)
  • Nein (rus. geschrieben: нет/ gesprochen: net)

Wie reist man am besten nach St. Petersburg?

Eine Reise nach Russland ist ein ganz besonderes Erlebnis, auf das wir uns gerne einlassen. Besonders wenn man zum ersten Mal das Land bereist und nur die Bilder aus dem TV-Reportagen und Reisemagazinen kennt. Die meisten Russland-Reisenden kommen wahrscheinlich mit dem Flugzeug in St. Petersburg an. Das Gute ist dabei, dass ein Non-Stop-Flug von Düsseldorf aus gerade mal zweieinhalb Stunden dauert.

Die russische Grenzkontrolle am Flughafen geht relativ schnell. Nachdem wir unseren Pass mit dem gültigen Visum vorgezeigt haben, erhalten wir statt eines Stempels einen weißen Zettel. Diesen müssen wir am Ende unseres St. Petersburg Städtetrip wieder vorlegen. Also gut darauf aufpassen, sonst kann es zu Schwierigkeiten bei der Ausreise kommen.

Um ins Stadtzentrum zu gelangen entscheiden wir uns für ein ‘Marschrutki’. Das sind Busse oder Kleinbusse, die für gerade mal 50 Cent zur nächsten Metrostation Moskowskaja fahren Von dort geht es entweder mit der Metro oder dem Taxi weiter. Wem die Marschrutki zu abenteuerlich sind – sie machen mächtig Laune, der kann auch mit dem Taxi vom Flughafen ins Stadtzentrum von St. Petersburg fahren. Für eine Fahrt muss man aber dann auch schon 20 Euro berappen.

Übrigens: Was die Fahrt mit dem Taxi anbelangt, so solltest du bereits vor Fahrtantritt den Preis aushandeln. Ebenso ist zu bedenken, dass je moderner und luxuriöser das Taxi ist desto teurer wird die Fahrt.

Was gibt es in St. Petersburg zu sehen?

Das ‘Venedig des Nordens’, wie St. Petersburg wegen seiner zahlreichen Kanäle und Brücken auch genannt wird, ist eine der schönsten Städten Russlands. Mehr als in jeder anderen europäischen Stadt kommt einem das Gefühl auf, sich in einem Freilichtmuseum der Architektur zu befinden. Wer also gerne durch die Straßen bummelt, dem bietet sich natürlich der Newskij Prospekt an. Viele Gebäude begegnen uns im sogenannten ‘Stil modern, der russischen Variante des Jugendstils, aber auch im Stile des Barocks und der Klassik.

St. Petersburg – Eremitage

Das damalige Zentrum von St. Petersburg in Russland und damit das Zentrum der Macht beherbergt heute eine der größten Gemäldesammlungen der Welt. Die Rede ist von der Eremitage, die neben architektonischen Prunkstücken wie die Jordan-Treppe, den Kleinen und Großen Thronsaal oder den Pavillonsaal eine faszinierende Kunstsammlung mit abertausenden Gemälden ausweist. Um die Eremitage in vollen Zügen genießen zu können, ist es ratsam, die Kunstschätze am Nachmittag zu besuchen. Denn die Eremitage in St. Petersburg ist völlig überlaufen, vor allem von dem Massenansturm durch Kreuzfahrer. Nichtsdestotrotz ist das Museum ein Muss für alle St. Petersburg Reisende.

Übrigens: An jedem ersten Donnerstag eines jeden Monats ist der Eintritt frei. Am Wochenende, wie auch an anderen kostenlosen Tagen ist die Eremitage zu meiden. Es ist schlichtweg proppevoll. Stattdessen lohnt sich der Besuch an den Tagen mit verlängerten Öffnungszeiten (mittwoch und freitags bis 21 Uhr). Wer sich das Anstellen ersparen will, kauft seine Tickets im Internet. Mit solch einem Ticket brauchst du dich nicht am Haupteingang anstellen, sondern benutzt den Seiteneingang der Eremitage – ohne Wartezeit. Du findest ihn vor dem Atlanten-Portikus der Neuen Eremitage.

St. Petersburg – Isaaks Kathedrale

Die Isaaks Kathedrale des Architekten Auguste Monferrand war bis zur Oktoberrevolution eine der wichtigsten Kirchen in Russland. Um zu beweisen, dass Gott nicht existiere, wurde einst ein Foucaultsches Pendel aufgehängt, das die Rotation der Erde anzeigt. Das Pendel verschwand am Ende der Ära Sowjetunion, doch im Jahr 2016 tauchte es wieder auf.

Sehenswert ist die russische Kirche allemal. Überall bunter Marmor, Malachit, Lasursteine, Jaspis, Mosaiken und vergoldete Bronze. Angesichts der kostbaren und farbenprächtigen Ausstattung fühlt man sich regelrecht überwältig. Das gilt natürlich auch für die bis zu 200 Gemälde und Mosaiken, die in der Kirche untergebracht sind.

Lohnenswert ist der Aufstieg auf die große Kuppel, von der man einen herrlichen Rund-um-Blick auf die Stadt St. Petersburg hat. Übrigens: Für die Kuppel muss man gesonderte Eintrittskarten kaufen.

St. Petersburg – Blutskirche

Weiter geht es mit unserem Stadtbummel durch St. Petersburg, diesmal in die entgegengesetzte Richtung zur Blutskirche (Erlöser Kirche oder Auferstehungskirche). Erbaut wurde sie ab 1883 und zwar an dem Ort, wo der Zar Alexander der II. im Jahr 1881 durch ein Attentat ums Lebens kam. Genauer gesagt befindet sich die Blutskirche am Gribojedow-Kanal.

Erbaut wurde die Kirche nach dem Vorbild der Basilius-Kathedrale in Moskau mit knallbunten Zwiebeltürmen. Im Inneren erwartet uns eine Wunderwelt voller Mosaikbilder und Steinmetzarbeiten aus verschiedenen Marmor. Unter einem Baldachin aus Jaspis lässt sich trotz der zahlreichen Besucher ein Stück altes Straßenpflaster sowie ein kleiner Teil des originalen Ufergeländes erkennen. Es soll die Stelle sein, an der Zar Alexander der II. tödlich verwundet wurde.

St. Petersburg – Peter und Paul Festung

Während im Herzen der russischen Metropole, sprich rund um die Eremitage, der ‘Bär tanzt’, geht es in der Peter und Paul Festung eher idyllisch und ruhig zu. Die steinernen Mauern der Verteidigungsanlage sind gewaltig, bis zu sechs Meter hoch und aufgrund der eingelassenen Kasematten bis zu 20 Meter stark. Übrigens: Wer Flanieren und Sonnenbaden möchte, der kann dies direkt am Flussufer. Dort stehen Schatten spendende Bäume, Bänke zum Ausruhen und ein Sandstreifen mit Liegestühlen.

Auf dem Areal der Festungsanlage gibt es aber noch viel mehr zu sehen, wie etwa die düsteren Kerker der Trubezkoj-Bastion, in denen viele bedeutende Russen jahrelang gelitten haben. So waren hier einst Fjodor Dostojewskij, Maxim Gorkij, Leo Trotzki und der Bruder Lenins, Alexander Iljitsch Uljanow in diesem Gefängnis inhaftiert.

Bevor wir eine Ruhepause einlegen, geht es erst einmal ins Innere der Peter und Paul Festung. Das bedeutendste Bauwerk der Festungsanlage ist die Kathedrale mit dem Grab des Zaren Peter des Großen. Mittlerweile fand die gesamte Zarenfamilie hier ihre letzte Ruhestätte – bis hin zu Zar Nikolaus II. und seine Familie.

Neben den bereits erwähnten Gebäuden in der Peter und Paul Festung gibt es noch den Münzhof, das Bootshaus, das Ingeniershaus und das zweigeschossige Haus des Festungskommandanten. Wer sich für die Raumfahrt interessiert, der kann sich im Johannes-Ravelin Vorplatz am Haupttor das Museum für Raumfahrt und Raketen-Technik. anschauen. Es befindet sich an dem Ort, wo sich Anfang der 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts die ersten Forschungs- und Testwerkstätten für Raketenmotoren befanden.

St. Petersburg – Panzerkreuzer Aurora

Das Symbol der Oktoberrevolution liegt fest vertäut vor der Kadettenakademie an der Petrograder Seite von St. Petersburg vor Anker – der berühmte Panzerkreuter ‘Aurora’. Es war der 25. Oktober 1917 als das Kriegsschiff von der Bugkanone aus einen Schuss in Richtung Winterpalast abfeuerte. Ein Schuss, der die Geschichte Russlands gravierend änderte. Heute kann man das die ‘Aurora’ besichtigen und jedes der Decks erkunden.

St. Petersburg – Alexander-Newski-Kloster

Was bei einem Besuch von St. Petersburg nicht fehlen sollte, ist die große Klosteranlage am Ende des Newski Prospekt. Es wurde 1710 auf Weisung von Peter I. gegründet, an der Stelle, wo der Legende nach Fürst Alexander Newski einst die Schweden geschlagen hatte. In Wahrheit war dieses historische Ereignis gut 20 Kilometer entfernt. Zur Berühmtheit ist das Kloster wegen seiner beiden Friedhöfe gekommen. So beeindruckt der im 18. Jahrhundert angelegten Lazarus-Friedhof mit seinen dicht an dicht stehenden Grabsteine. Auf dem gegenüberliegenden Friedhof, dem Tichwin-Friedhof, liegen unter all den 180 Grabstätten viele berühmte Russen, unter anderem der Schriftsteller Dostojewski, die Komponisten Strawinski, Tschaikowski und Borodin.

St. Petersburg – Kasaner Kathedrale

Sie gilt als Prunkstück des Klassizismus in St. Petersburg – die Kasaner Kathedrale, direkt an der Prunkstraße Newskij Prospekt gelegen. Das russisch-orthodoxe Kirchengebäude wurde nach dem Vorbild des römischen Petersdom in der Zeit zwischen 1801 und 1811 errichtet. Angesichts ihres imposanten Baus gehört die Kasaner Kathedrale mit zu den auffälligsten Gebäuden innerhalb in St. Petersburg. Einfach beeindruckend sind die Kolonaden auf dem Vorplatz, aber umso pompöser ist der Kirchenraum.

St. Petersburg – Mariinsky-Theater

Spektakulär und absolut sehenswert ist das Mariinski-Theater. Wer ein Freund von Ballett und Oper ist, erlebt hier jeden Abend ein unvergessliches Erlebnis. Hier haben Größen wie Nijinski, Nurejew, Pawlowa und Baryshnikov getanzt und zählt nicht ohne Grund zu den besten Häusern in der Welt. Darüber hinaus fasziniert die prachtvolle und elegante Innenausstattung des Gebäudes.

Übrigens: Wenn du auch einmal das berühmte Mariinsky-Theater in St. Petersburg live erleben möchtest, musst du dich frühzeitig um Tickets bemühen. Unsere Tickets haben wir bereits ein halbes Jahr zuvor gekauft.

Wohin soll man in St. Petersburg gehen?

St. Petersburg – Schloss Peterhof

Vor den Toren St. Petersburg liegt der Peterhof, das russische Versailles mit seinen spektakulären Fontänen und Kaskaden. Um das überwältigende Panorama auf das Schloss und die goldglänzende Samson-Fontäne in seiner Gänze wahrnehmen zu können, bietet sich vom Mai bis September die Anfahrt mit dem Schiff an. Von St. Petersburg braucht man gerade einmal 30 Minuten. Am besten du gehst in St. Petersburg zum Pier. Dort findest du verschiedenen Fahrgastschiffe, die dich zum Peterhof bringen.

St. Petersburg – Ausflug nach Kronstadt

Nach dem ganzen Sightseeing brauchen wir erst einmal ein wenig Erholung. Dazu fahren wir aus St. Petersburg raus nach Kronstadt. Genauer gesagt auf die Insel Kotlin im Finnischen Meerbusen. Dort besuchen wir die gigantische orthodoxen Kathedrale, den Marine-Dom. Sie ist ein Erinnerungsort für alle russischen Seeleute, die auf dem Meer ums Leben gekommen sind.

Zum Glück kann heutzutage jeder Kronstadt besuchen. Noch vor 1996 galt die Insel als militärisches Sperrgebiet für Ausländer. Selbst Russen brauchten zu jener Zeit einen Passierschein. Da wäre auch ein Strandtag völlig undenkbar gewesen.

Wie ist das Wetter in St. Petersburg?

Im Grunde genommen kann man nach unserer Ansicht St. Petersburg zu jeder Jahreszeit besuchen. Gewöhnlich reisen aber die meisten St. Petersburg Touristen in der Zeit zwischen Mai und Juni in das ‘Venedig des Nordens’. Denn dann gibt es in St. Petersburg die ‘Weißen Nächte’, an denen es bis zu 20 Stunden am Tag hell bleibt. Wettertechnisch betrachtet sind die günstigsten Monate Juni, Juli und August.

Braucht man ein Visum für St. Petersburg?

Wer die Absicht hegt, eine Städtereise nach St. Petersburg zu unternehmen, benötigt ein Visum. Es muss 14 Tage vorher bei der Botschaft oder Konsulat beantragt werden. Das Touristenvisum kostet gut 90 Euro pro Person.

Fazit zu unserem Städtetrip nach St. Petersburg

Der schnellste Weg durch St. Petersburg ist die Metro. Aber nicht nur deswegen solltest du mit der tiefsten U-Bahn der Welt fahren, an die 100 Meter tief unter der Erde. Denn die endlos erscheinenden Rolltreppen führen dich in eine prächtigen Palästen des Volkes. Denn die Metro-Stationen sind prachtvoll, aus Marmor, Porphyr und Stahl erbaut, mit Kronleuchtern geschmückt und leuchtenden Mosaiken. Und das Gute daran ist, dass eine Fahrt mit Metro gerade mal 45 Rubel kostet (60 Cent). Und damit kannst du den ganzen lieben Tag umher cruisen.

St. Petersburg lohnt sich in jeder Hinsicht. Schließlich ist die russische Metropole ein Museum, quasi ein architektonischer Gesamtkunstwerk. Allein der Kunst wegen solltest du die Eremitage einmal gesehen haben.

Sightseeing macht natürlich auch hungrig. Daher solltest du unbedingt die russische Küche probieren. Borschtsch, Piroschki, Pelmeni, Bliny, Bef Stroganow schmecken köstlich. Und zu unserer Überraschung, St. Petersburg ist weitaus günstiger als wir gedacht haben und zwar in jeder Hinsicht.

Warst Du schon einmal in St. Petersburg gewesen? Welche St. Petersburg Sehenswürdigkeiten haben dir gefallen? Dann ab in die Kommentare damit!

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