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Reisetipps für Wiesbaden: Was muss man sehen?

von Reisepuzzle
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In unmittelbarer Nähe zur Bankenmetropole Frankfurt liegt die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Reizvoll zwischen Taunus und Rhein gelegen strahlt Wiesbaden eine mondäne Eleganz aus, besitzt mediterranes Flair und versprüht ein Hauch von Luxus. Für viele wirkt die Stadt angestaubt, ein bisschen bieder und langweilig. Doch Wiesbaden hat Besuchern reichlich zu bieten. Daher möchten wir dir unsere Reisetipps für Wiesbaden vorstellen.

Sicherlich, Wiesbaden zerrt heute von seiner einstigen Bedeutung als Weltkulturstadt. Denn schon bei einem Bummel durch das ’Nizza des Nordens‘ offenbart sich auf den ersten Blick die bunte Mischung aus sanierten Gründerzeithäusern, herrschaftlichen Altbau-Villen und monumentalen Prachtbauten. Dazu kommen die insgesamt 26 heißen Thermalquellen und das Spielcasino, die schon seit eh und je zahlreiche Gäste nach Wiesbaden locken.

Dabei gibt es in der Kurmetropole viel mehr zu entdecken, so dass man eine Stippvisite in Wiesbaden immer einlegen kann.

Reisetipps für Wiesbaden: Das Spielcasino

Gegenüber dem Nassauer Hof an der Wilhelmstraße errichtete Christian Zais das Alte Kurhaus, in dessen Räumlichkeiten auch das Wiesbadener Casino untergebracht wurde. Der Eintritt ins Foyer steht allen Besuchern offen – ob vom Kurpark oder über das liebevoll bezeichnete ’Bowling Green‘ aus. Beeindruckend ist nicht nur das schwarz-weiße Fußbodenmosaik, sondern auch die 21 Meter hohe Glaskuppel. Vier griechische Götterstatuen starren stoisch auf die Besucher herab.

Der Weg zum Wiesbadener Spielcasino führt ebenfalls über das Foyer. Wer gerne sein Glück versuchen möchte, kann schon für kleines Eintrittsgeld (2,50 Euro), sofern die Kleiderordnung stimmt, eintreten – man trägt Jackett. Wem das Glücksspiel nicht gewogen war, war Fjodor Dostojewski, der während seines Aufenthalts in Wiesbaden seine ganze Reisekasse verspielte.

Reisetipps für Wiesbaden: Altes Rathaus und Stadtschloss

Am Ende der Marktstraße zwischen Hessischem Landtag und Neuem Rathaus erhebt sich das ockerfarbene Alte Rathaus – das älteste Bauwerk der Stadt Wiesbaden (1609-1610). Auch wenn es nicht mehr im Mittelpunkt von Politik, Verwaltung und Justiz steht, so ist das imposante Rathaus heutzutage ein begehrter Ort um sich das ’Ja‘-Wort einander zu geben. Viele Wiesbadenerinnen und Wiesbadener wünschen sich nämlich im dem dort untergebrachten Trausaal standesamtlich zu heiraten.

Direkt gegenüber befindet sich das in der Zeit von 1837 bis 1842 errichtete Wiesbadener Stadtschloss. Einst war es die Residenz der nassauischen Herzöge und der Hohenzollern. Nach dem 2. Weltkrieg übernahm das Land Hessen das Schloss und der Hessische Landtag zog in das majestätische Eckgebäude ein. Besuchern stehen die prachtvollen Räume aus dem 19. Jahrhundert zum Besuch offen. Übrigens: Jeden Samstag um 15 Uhr werden öffentliche und kostenlose Führungen angeboten.

Reisetipps für Wiesbaden: Marktkirche

Nur einen Katzensprung vom nassauischen Stadtschloss entfernt erhebt sich die aus roten Backsteinen erbaute Marktkirche. Mit ihrem 98 Meter hohen Westturm ist sie ein Blickfang im Zentrum von Wiesbaden. Ein besonderes Highlight der Wiesbadener Marktkirche stellt das aus 49 Bronzeglocken bestehende Carillon dar. Du kannst das Glockenspiel jeden Samstag um 12 Uhr live erleben.

Reisetipps für Wiesbaden: Kochbrunnen

Ein Zeugnis der Bade- und Trinkkultur ist in der Landeshauptstadt Wiesbaden der Kochbrunnen. Schon in der Römerzeit erfreute sich die Natrium-Chlorid-Thermalquelle mit einer Wassertemperatur von mehr als 66 Grad großer Beliebtheit. Eine Kostprobe des Heilwassers gibt es im Kochbrunnenpavillon. Übrigens: Täglich nehmen mehr als 100 Wiesbadener einen Schluck aus der Quelle.

Reisetipps für Wiesbaden: Kaiser Friedrich Therme

Nicht nur zum Trinken ist das Heilwasser gut sondern auch zum Baden. Der ideale Ort dafür ist die Kaiser Friedrich Therme. Dort stoßen nämlich Entspannung und Ruhe suchende Badegäste auf eine großzügige Saunalandschaft, die sich im Stil eines antiken Badehauses mit säulenverzierten Räumen und aufwändigen Ornamenten zeigt. Beim Anblick dieses Badehauses mit Tepidarium, Sudatorium, Sanarium, russischem Dampfbad, finnischer Sauna und Dampfsteinbad wäre wohl der Lorbeerkranz vom Kopf von Julius Cäsar gerutscht. Entspannung und Wohlbefinden wird einem hier garantiert. Übrigens: Besucher der Kaiser Friedrich Therme bevorzugen textilfreies Baden. Du findest die Therme in der Langgasse 38-40.

Reisetipps für Wiesbaden: Neroberg

Den schönsten Blick auf die Stadt Wiesbaden hat man vom Neroberg. Um hinauf zu gelangen, nutzen die meisten Besucher die aus dem Jahr 1888 stammende Nerobergbahn. Los geht es an der Talstation, die im Nerotal 20 Minuten zu Fuß entfernt liegt. Von dort bringt die Wasserballastbahn die Fahrgäste in rund 4 Minuten hinauf und schafft dabei einen Höhenunterschied von 83 Metern.

Oben an der Bergstation angekommen führt der Weg zu einem runden Monopteros, ein Aussichtsstempel nach antikem Vorbild. Ein paar Schritte weiter gibt es die Russische Kirche mit ihren fünf vergoldeten Zwiebelkuppeln aus dem 19. Jahrhundert. Einst wurde sie als Grabeskirche für die aus Russland stammende Großfürstin Elisabeth Michailowna Romanowa von Herzog Adolfs von Nassau errichtet worden. In ihrem Schatten liegt der Russische Friedhof.

Übrigens: Wer den Nervenkitzel sucht, kann direkt auf dem Wiesbadener Neroberg eine Klettertour durch den Hochseilgarten ’Kletterwald Neroberg‘ unternehmen.

Reisetipps für Wiesbaden: Wilhelmstraße

Die Einheimischen nenne die Wilhelmstraße einfach nur ’die Rue‘. Dabei handelt es sich um Wiesbadens Prachtboulevard, wo sich Luxusgeschäfte, Cafés und Antiquitätenhändler den Fußweg teilen. Das Hotel Nassauer Hof reiht sich ebenfalls in dieses Ensemble ein. Hier nächtigten bereits Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II sowie der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski.

Übrigens: Einen sehr informativen und eindrucksvollen Beitrag über das Hotel Nassauer Hof hat Reisebloggerin Sabine auf ihrem Blog Fratuschi verfasst. Es lohnt sich vorbeizuschauen.

Reisetipps für Wiesbaden: Henkell Sektkellerei

Großes Sektvergnügen erlebt man in der Sektkellerei von Henkel. Der Eingangsbereich ist schon sehr imposant. Doch noch beeindruckender geht es im Untergrund zu. Denn dort befinden sich die Geheimnisses der sieben Kellerstockwerke, die den Besuchern bei einer Kellerführung offenbart werden.

Wer eine Kellerführung durch die Henkell Sektkellerei unternehmen will, darf sich auf ganz besondere Superlative gefasst machen. Um eine Voranmeldung kommt man aufgrund der hohen Nachfrage jedoch nicht herum.

Was kann man in Wiesbaden machen?

Sherry & Port

Keine Frage. Das ’Sherry & Port‘ in der Adolfsallee 11 zählt seit mehr als 36 Jahren zu den Highlights der Stadt Wiesbaden. Hier trifft sich Geselligkeit und Kneipenflair mit kulinarischen Köstlichkeiten. Neben den spanischen Tapas-Gerichten stehen im ’Sherry‘, wie viele es nennen, eine Vielzahl an Sherry und Portweine zur Auswahl. Unser Tipp: Macht unbedingt ein Tasting bestehend aus jeweils drei Sherry und Portweine von trocken bis lieblich. Abgerundet wird der Besuch mit Livemusik (Irish Folk, Jazz, Klassik oder Rock´n´Roll).

Schloss Biebrich und Schlosspark

Unmittelbar am Rheinufer liegt die ehemalige Residenz der Fürsten von Nassau. Das ockerfarbene Schloss dient zu öffentlichen Repräsentationszwecken der hessischen Landesregierung. Daher steht den Schlossbesuchern nur der wunderschöne Schlosspark für ein gemütliches Picknick bereit.

Ausflug nach Kloster Eberbach

Natürlich darf bei einem Wochenendurlaub in Wiesbaden der Spitzenreiter der Ausflugsziele Wiesbaden nicht fehlen: Das Kloster Eberbach  muss man einfach gesehen haben. Eingerahmt von Wald und Weinstöcken liegt das Zisterzienser-Kloster in einem Tal des Rheingaus.

Wer mag, kann sich einer Führung durch die Klostergemäuer anschließen. Dort, wo einst der Hollywood-Kinofilm ’Der Name der Rose‘ mit Sean Connery und die Fantasieserie ’Game of Thrones‘ gedreht wurden. Ansonsten bietet das Kloster dem Besucher viele Möglichkeiten, das Klostergelände zu durchstreifen. In der Klosterschänke im Kloster Eberbach lässt sich die regionale Küche mit Rheingauer-Spezialitäten genießen. Gleichermaßen erfreulich ist auch die Verköstigung des Weins, der aus dem Weinkeller der hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach stammt.

Unser Fazit zu den Reisetipps für Wiesbaden

Wer im Taunus oder im Rheingau unterwegs ist, sollte in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden Station machen. An vielen Ecken weht ein Hauch des alten Wiesbadens und schnell fühlt man sich in die Zeit zurückversetzt, als Kaiser und Könige noch in Wiesbaden Urlaub machten. Es scheint, als wäre die Zeit stehen geblieben und das im positiven Sinne. Uns haben die die Wiesbaden Sehenswürdigkeiten sehr gefallen.

Kurzum: Wer Ruhe und Entspannung sucht und dennoch in einer Großstadt ein paar Tage verbringen möchte, ist in Wiesbaden gut aufgehoben. Und selbst, wenn viele den Eindruck haben, dass die Kurstadt schon einiges angestaubt ist, so zeigt sie sich extrem spannend und vielseitig – für jung und alt gleichermaßen. Urlaub in Wiesbaden bedeutet aber auch, die Umgebung zu erkunden. So können wir dir den Besuch des Klosters Eberbach ans Herz legen.

Warst Du schon einmal in Wiesbaden? Wie haben Dir unsere Wiesbaden Sehenswürdigkeiten beziehungsweise die Ausflugsziele Wiesbdaden gefallen? Dann ab in die Kommentare damit!

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2 Kommentare

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2 Kommentare

Sabine 6. Mai 2018 - 20:55

Hallo ihr Zwei,
ein wirklich sehr hilfreicher Artikel, den ich mir direkt gemerkt habe.
Bisher hatte ich leider viel zu kurz nur Zeit für Wiesbaden aber beim nächsten Aufenthalt werde ich mit Hilfe eures Artikels die interessanten Orte besuchen.
Herzlichst
Sabine

Antworten
Anna & Michael 6. Mai 2018 - 21:29

Vielen Dank liebe Sabine. Es ist immer schön zu hören, wenn wir helfen konnten. Machs gut und liebe Grüße Anna & Michael

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